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Konzepte - Statement des Künstlers - Projektbescheibung - architektonisch- statische Konzeption - Lichtkonzept - Veranstaltungen Modelle, Pläne Ort, Zeit Personen
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RIO, RIO Die Symbolhaftigkeit der Hütte |
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Der tägliche Weg zwischen Louisenstraße und Böhmischer Straße führt durch die Hinterhöfe am Nordbad und vorbei am schmalen Seitenflügel des Grundstückes Böhmische Straße 27, das kein Vorderhaus mehr hat. Kommt man von der Louisenstraße, zeigt sich der Seitenflügel nur als schmales Handtuch. An dessen linker Seite lehnen die Gebäude des Wohnprojektes Amselhof. Wir sehen die Nordfassade mit den vier übereinandergetürmten Fenstern. Sie erscheint als ein überdimensioniertes Postament einer Kunstausstellung. |
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Die Laube als ein Raum des Sinnierens, der Projektion. Die Laube als Nebenbau oder Anbau. Die den Charakter von Schuppen haben oder Pultdächern, die verlängert werden aus der Notwendigkeit, noch mehr unterstellen zu wollen. Ja, ordnend Herr sein wollen über die Habseligkeiten der eigenen Existenz (oft eine Illusion). Jedenfalls einen Ort zu haben, wie der Laubenpieper, Schrebers Gärtner, der ihn zum König macht, da er andächtig auf seine Zucht blickt. Also einen Ort der Einblicke gewährt, nicht der Aussicht wegen. Das Studium unterschiedlichster Zeitschriften und Magazine führte mir eine unüberschaubare Menge von Anbauten vor, die oft ganz unterschiedliche soziale Situationen spiegeln, Zuwanderung und Armut auf der einen Seite, Design und Lebensqualität auf der anderen. Gleich ist aber, daß die Siedlungen mit der Geschwindigkeit der Verheißungen des Fortschritts wachsen. Welche Bedeutung haben Materialien und Technologien für unsere Idendität? In den Armutsiedlungen manifestieren sich Möglichkeiten aus dem, was übrig ist, etwas zu machen. Mit solchen Dingen etwas zu errichten, was man miteinander auch bewegen kann. Aber nur so groß, um sagen zu können, hier ist ein Platz für uns. Diese Siedlungen sind Andockstationen. Von außen kommen und sich festsetzen. Der Fremde, der bleibt. Eine Unmöglichkeit. Jedenfalls für die Gesellschaft ein körperlich-epidemischer Vorgang. Gleich ist auch, das all diese Siedlungen neues Land okkupieren und versiegeln. Dass sie Eingriffe darstellen, und nur als Leichnam wieder der Natur zurückgeführt werden. Regeneration der Natur ist nur in Nischen ohne Mensch, ohne Zivilisation möglich, obwohl wir ein Teil der Natur sind. Die Symbolhaftigkeit der Hütte, des Zeltes und des Lagers war äußerster Anreiz und Beharrung auf der Idee: auf dieses schmale Postament des Hauses wird gebaut. Und all diese Überlegungen verknüpfen sich mit zwei Skulpturen, die diesen Charakter auch zeigen. Welche Relevanz ein solches Vorgehen und Eingreifen dann für dieses Haus in der äußeren Neustadt hat, ist zu untersuchen. Was sollten es für Bauten sein?Zeltähnliche Kuben, gedacht ist an Steilwandzelte, an Zelte, die ich aus Kindertagen und Zeltlagern kenne. Aber in der Dimension von acht Meter Länge mal vier Meter Breite mal Dreimeterfünfzig und Dreimeterneunzig in der Höhe. Diese auf Träger montiert, aber so, daß das Flachdach gleich zur Entwässerung genutzt wird und als Baugrund. Henry Puchert |
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| 09.06.06 | |||